ESTA über uns - Die Stiftung

Aufgaben und Zweck
Die Evangelische Stiftung Arnsburg widmet sich

  • der Erziehung
  • der Betreuung
  • der Förderung
  • der Ausbildung

von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen jeglicher Herkunft und Religionszugehörigkeit, die in ihrer Entwicklung Unterstützung bedürfen sowie der Stärkung des familiären Umfeldes.

Wir bilden aus und qualifizieren Fachkräften für die Jugendarbeit.

Hierzu bietet die Stiftung vielfältige Dienstleistungen an.

Die Organe
Ehrenamtlicher Stiftungsrat:
Dr. Christiane Prinzessin zu Solms-Hohensolms-Lich (Vorsitzende)
Dr. Klaus Ringel (stv. Vorsitzender)
Angela von Mechow
Pfarrerin Barbara Lang
Holger Claes
Pfarrer Klaus Eibach
Celina Gräfin zu Solms-Laubach
Uwe Schmidt
Dietmar Müller
Philipp Müller-Hillebrand

Geschäftsführender Vorstand:
Fabian Scharping

Leitbild - Gestärkt in die Zukunft

Wir sind mit Herz und Verstand bereit, wenn Kinder, Jugendliche und Familien Unterstützung benötigen.

Uns treibt der Gedanke an, dass unser Handeln ein wichtiger Beitrag für Gerechtigkeit in der Welt ist, der Benachteiligungen abbaut und Teilhabe garantiert. Unser Handeln ist darauf ausgerichtet, dass die Würde unserer Partner gewahrt bleibt.

Mit unseren Aktivitäten setzen wir das Recht von jungen Menschen auf Förderung ihrer Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit um.Wir bieten Hilfen zur Erziehung, in dem wir:

  • Kindern und Jugendlichen Schutz vor Gefahren bieten
  • Kindern und Jugendlichen eine Versorgung mit Wohnraum, Ernährung, sozialen Kontakten, physischer und psychischer Gesundheit sicher stellen
  • Kindern, Jugendlichen und Familien durch Beratung, Beziehung, Betreuung und Bildung Perspektiven geben

Empowerment, d.h. die Förderung von Eigenverantwortung und die Stärkung der Eigenmacht, ist für uns der Schlüssel, Kinder, Jugendliche und Familien für gesellschaftliche Herausforderungen, lokaler und globaler Art, zu wappnen. Wir vertrauen der Gestaltungskompetenz und den Ressourcen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Wir arbeiten partnerschaftlich und prozessorientiert an Lösungen. Wir agieren respektvoll, kommunikativ, empathisch, kreativ, verantwortungsvoll, individuell und immer mit Blick auf die Zukunft.

Die Geschichte der Evangelischen Stiftung Arnsburg

1846 beginnt die über 170 Jahre dauernde Geschichte der Evangelischen Stiftung Arnsburg. Auf Initiative des Friedberger Blinden- und Taubstummenlehrers Johann Peter Schäfer (*08.05.1813 – +26.12.1902) wird als ein „lebendes Denkmal” für Pestalozzi am 27.08.1846 ein Rettungshaus für sittlich verwahrloste Kinder in Lich gegründet.
Otto Graf zu Solms-Laubach stellte hierfür das Gartenhaus des ehemaligen Kloster Arnsburg mit dem zugehörigen Gartenland zur Verfügung. Nach langen Planungen wurden im Oktober 1847 die ersten fünf Kinder in der „Kinderrettungsanstalt zu Kloster Arnsburg” aufgenommen. Zwei Jahre später wurden bereits 20 Kinder (Jungen und Mädchen) betreut, so dass 1864 ein Schlafsaal sowie ein Schulraum an das Gartenhaus angebaut werden mussten. 1874 musste das Haus nach dem Tod des Hausvaters Küsthardt aufgrund von Nachfolgeproblemen geschlossen werden. Die Bewohner wurden in anderen Einrichtungen sowie in Familien untergebracht.

Grundriss-Kloster-ArnsburgschaeferArnsburg-IIArnsburg

Wiedereröffnung, Weltkriege und 100jähriges Bestehen

Nach drei Jahren Pause wurde 1877 das Heim als Mädchenerziehungsheim wiedereröffnet. Das Elisabethenstift Darmstadt entsendete hierzu drei Diakonissen, die in den folgenden Jahren das Haus um 13 Plätze für jüngere Mädchen erweiterten. Während des ersten Weltkrieges verlief die Arbeit im Heim weitgehend ungestört weiter. 1923 konnte der Fortbestand des Heims aufgrund der Inflation nur durch vermehrte Spenden der Zentralhilfe für deutsche Kinderheime und von Privatpersonen gerettet werden.
Nach dem schweren Luftangriff auf Gießen im zweiten Weltkrieg (Winter 1944/1945) sollte ein Teil der Frauenklinik Gießen in das Kloster Arnsburg verlegt werden, was die Auflösung des Kinderheimes bedeutet hätte. Nur das Ende des Krieges und die amerikanische Besatzung verhinderten diese Auflösung im letzten Moment, so dass am 27.05.1947 das 100jährige Bestehen des Kinderheimes gefeiert werden konnte.

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Koedukation, ein Neubau und der Umzug nach Lich

Nach 70 Jahren wurde 1957 wieder die Koedukation eingeführt und Mädchen und Jungen wurden gleichermaßen im Heim aufgenommen. Nach zweijähriger Bauzeit wurden 1961 neue Gebäude am heutigen Standort in Lich bezogen. Das neue Heim wurde nach dem Vorbild des Münchener Waisenhauses (Andreas Mehringer) errichtet. Vorgesehen war eine familienähnliche Erziehung, in sechs abgeschlossenen Wohneinheiten für jeweils zwölf Kinder. Neben den Versorgungs- und Verwaltungsgebäuden wurde auch eine „Sonderschule für lernbehinderte und entwicklungsgestörte Kinder” auf dem Gelände eingerichtet. 1968/69 wurde das Anwesen durch den Bau einer Turnhalle ergänzt. 1971 endete schließlich das Engagement der Diakonissen des Elisabethenstifts in Darmstadt.

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Notwendige Veränderungen an Zeit und Geist

Zu Beginn der 90er Jahre gab es für die Stiftung eine wirtschaftlich herausfordernde Zeit. Eine neu Ausrichtung und Konzeption sicherte das Überleben der Einrichtung.
Von 1996 bis Heute wurde die Einrichtung kontinuierlich verändert, erweitert und für zukünftige Anforderungen vorbereitet. Zu diesen Veränderungen zählten:

  • ab 1996: Sanierung der Gebäude und des Geländes
  • 1999: Eröffnung der „Wohn-Erfahrungs-Gemeinschaft” (kurz: WEG) für Jugendliche und der familienanalogen Wohngruppe Windrad
  • 2000: Eröffnung des „Intern Betreuten Wohnens” als letzter Zwischenschritt zur Verselbstständigung.
  • 2001: Eröffnung der familienanalogen Wohngruppe Wirbelwind
  • 2001: Eröffnung einer Außenstelle in Hungen (Flexible Tagesgruppe)
  • 2006: Neueröffnung der Flexiblen Tagesgruppe Lich in den ehemaligen Räumen der Einrichtungsschule
  • 2007: Gründung eines Wissens- und Kompetenzcenters mit angeleiteten Bildungsangeboten, einer Bibliothek, PCs und Internetzugängen
  • 2008: Eröffnung der Wohngruppe Kolibri für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf

Als letzten sichtbaren Schritt der Veränderung erhielt die Einrichtung 2007 einen neuen Namen und eine neue Verfassung. Aus dem „Ev. Kinder- und Jugendheim Arnsburg” wurde die „Ev. Stiftung Arnsburg” mit Sitz in Lich.