Eine Wohn- und Erfahrungsgemeinschaft für Jugendliche
Im ersten Stock und unter dem Dach des Hauptgebäudes bietet die Evangelische Stiftung Arnsburg eine Jugendwohngruppe mit Platz für zehn Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren an. Die Wohn- und Erfahrungsgemeinschaft ist geeignet für Heranwachsende, die aufgrund ihrer individuellen Situation Hilfe und Unterstützung für ihre Persönlichkeitsentwicklung und eigenverantwortliche Lebensführung benötigen und dies in der Herkunftsfamilie nicht mehr finden (Hilfen zur Erziehung nach § 27 i.V.m. §§34, 35a oder § 41 SGB VIII). Die Wohnung ist zweigeschossig aufgebaut. Unter dem Dach leben die selbstständigeren Jugendlichen. Jedem Jugendlichen steht ein individuell gestaltbares Einzelzimmer zur Verfügung. Weiterhin sind 2 Küchen, zwei Wohnzimmer mit Fernsehern und Musikanlagen, sanitäre Einrichtungen, ein Betreuerbüro und PC-Arbeitsplätze in der WEG zu finden. Die weiteren Einrichtungen, wie z.B. das Wissens- und Kompetenzcenter sowie das Außengelände stehen den Jugendlichen uneingeschränkt offen. Ziele des Angebotes sind: eine Stabilisierung der Persönlichkeit, Entwicklung realistischer Schul- und Berufsperspektiven, Reflexion sozialer Verhaltensweisen, die altersgemäße Vermittlung von Rechten und Pflichten und eine altersgemäße erste Phase der Verselbstständigung.
Den WEG frei machen Unterstützt werden die Jugendlichen durch 4 sozialpädagogische Fachkräfte, die durch ihre Persönlich- und Fachlichkeit die Jugendlichen auf dem Weg zur eigenverantwortlichen Lebensführung unterstützen und gemeinsam mit ihnen auf dem Weg liegende Steine überwinden. Der Betreuer ist in diesem Prozess zugleich Partner des Jugendlichen, leistet Hilfe und gibt Anleitung. Durch Einbeziehung von arbeits-, erlebnis-, und freizeitpädagogischen Angeboten werden die Persönlichkeit und das Selbstbewusstsein der Jugendlichen darüber hinaus gestärkt und eine intensive Beziehung aufgebaut. In kleinen Schritten werden die Handlungskompetenzen der Jugendlichen zum Bestehen in einer globalisierten Welt erweitert. Das heißt: Durch diese Handlungskompetenzen wird die Verselbstständigung vorangetrieben, welche durch das Ende der Hilfe, den Auszug ins extern Betreute Wohnen in Kombination mit ambulanten Hilfen oder den Umzug in das intern Betreute Wohnen "Start up!" deutlich wird.




